Wie werde ich Werber?

Wie-werde-ich-Werber

Heute starte ich eine kleine Serie für alle die sich im neuen Jahr vorgenommen haben in der Reklame-Branche Fuss zu fassen oder sich dort sicherer zu fühlen.

Ja was brauchts denn als Werber oder Werberin? Natürlich eine gute Ausbildung. Auch sehr wichtig ist das richtige Fortbewegungsmittel. Bleiben wir beim Auto. Hier kann man sich ja ziemlich vertun.

Der neue Mini geht zum Beispiel gar nicht, nein, der ging noch nie.

Mini-geht-nicht

Und schon gar nicht der Cooper-S. Und nein, auch den neuen Fiat 500 kann sich höchstens die Telefonistin leisten.

Nein-der-Fiat-500-auch-nicht

Markenbewusstsein beweisen Fahrer und -innen von Wagen mit Tradition und tadellosem Stammbaum aber ohne Retro-Elemente. Und zu neu dürfen sie auch nicht sein.

Da kommt zum Beispiel ein Jaguar aus den Siebziger- oder Achziger-Jahren in Frage.

Jaguar-geht

Speziell für Herren eignen sich sportliche Gefährte aus Zuffenhausen, wie dieser 911 Turbo.

911-geht-eigentlich-immer

Attribute wie "praktisch", "sicher", "oekologisch" oder gar "günstig im Unterhalt" sind auszublenden. Mit diesen Vokabeln operieren wir ja tagtäglich in den Anzeigentexten des Kunden. Die eigene CO2-Bilanz geht den aber gar nichts an.

Und wers anders sieht soll die ÖV-Monatskarte lösen, das geht auch noch gerade so durch.

Universelles Leben: Aufessen und die Welt retten?

Fleischessen-schadet-universell

Dieses Plakat ist mir gestern aufgefallen. Die religiöse Bewegung "Universelles Leben", zu der es auch einen Wikipedia-Eintrag gibt, wirbt damit für sich und gegen das Fleischessen und damit für die Rettung der Erde. Oha.

Informationen finden sich kostenlos auf der Website. Dort steht, dass ein Rind pro Tag bis zu 250 Liter Methan ausscheidet. Die Zucht der Rindviecher ist damit also auch noch schuld an der Klimaerwärmung.

Was doch mit Angstmacherei alles versucht wird. Unglaublich, oder?

Helvetic Tours: Wohin des Wegs?

Die-neue-Helvetic-Tour

Ich muss ja zugeben, dass ich nahe dran war, diese neuen Auftritt bloggisch zu vernichten.

Darum: Es ist nicht nachvollziehbar, warum es für dieneue Kampagne auch gleich ein neues Logo gebraucht hat. Das Angebot scheint nach einem Überflieger noch das selbe.

Vor allem dann nicht, wenn doch der Kuoni-Chef Meier im "Cash Daily" im Herbst noch betont hat, dass die Marke weiter gestärkt wird, die Preisgestaltung agressiv bleibt und überhaupt am Massengeschäft festgehalten werden soll. Nun, ihn können wir nicht mehr fragen, er ist ja jetzt abgeflogen.

Das alles kann mit dem neuen, feinen Auftritt auch gelingen. Aber es ist ein teurer Trip. Man denke nur an all die Logos, die jetzt ausgewechselt werden müssen, Leuchtwerbung, Fahrzeugbeschriftungen, Visitenkarten, Korrespondenz-Templates undsoweiter.

Abgesehen davon gefällt mir die Schwarzweiss-Optik sehr. Sie ist gewagt, wird doch im Reisebusiness meist mit blauem Himmel und mindestens so blauem Meer geworben. Auch die Typo hat Eigenständigkeit. So auch die Farbwelt des Rot-Weiss-Schwarz.

Alles sehr gepflegt also. Oder vielleicht ist das doch zu dezent für einen Billiganbietern?

Der Mann und die Werbung



Ich hoffe, Eure Festtagsaktivitäten sind gut verlaufen und der Jahreswechsel ist geglückt.

Heute, zu Beginn des eher reklame-mageren Januars, ist im Tagi-Magazin ein Artikel zur Rolle des Mannes in der Werbung erschienen. Hier auch online.

Bernies-Plakat

Es geht darin darum, warum Männer in der Reklame so oft als Trottel oder Depp dargestellt werden. Auf vielen Zeilen wird das Thema zerlegt, eine Erklärung gibt Birgit Schmid aber nicht wirklich ab. Ich sage nur: Wir können uns das leisten.


(Langversion in French)

Lassen wir die Frauen im Glauben, sie hätten uns im Griff und kaufen wir vom Bonus dann halt doch den gelben Zweisitzer und nicht den versprochenen Kombi. Ohne es zu erklären. Das haben wir nicht nötig. Noch.

Frohe Festtage!

Weihnachten

Ich möchte mich ganz herzlich für das Interessse am Reklame-Blog bedanken. Das Bloggen hat auch im 2007 Spass gemacht.

Die Werbung ist ja eine dankbare Materie. Tagtäglich muss sie mit dem Ziel Aufmerksamkeit zu erzeugen oder gar direkt Käufer zu mobilisieren neu erfunden werden. Dabei entsteht viel Gelungenes, aber auch annähernd soviel Schrott.

Auf jeden Fall ist immer genügend von diesem Rohstoff für meine Posts da. Und es macht Spass über Kampagnen zu sinnieren, schreiben, herzuziehen, einzelne Sujets hochzujubeln oder ganze Markenauftritte total subjektiv und aus dem Bauch heraus zu kommentieren.

So, jetzt ist aber Schluss. Für dieses Jahr zumindest. Ich verabschiede mich in die Ferien. Anfang Januar bin ich dann wieder im Büro.

Liebe Blog-Leserinnen und -leser, ich wünsche Euch, Euren Familien und Gspänli eine schöne Festtagszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer
Paul Reinzeichner

Swisscom: Karaoke from the heart

Swisscom-Karaoke-Weihnachts-TV-Spot

Die Swisscom hat mit der Weihnachtskampagne einen Hit gelandet. Thema sind die Breitbandangebote und das wird nach allen Regeln der neueren Werbekunst wunderbar vernetzt kommuniziert.

Anreiz ist der 50'000-Franken-Karaoke-Wettbewerb. Zur Bekanntmachung wird ein aufwendig orchestrierter Medien-Mix eingesetzt. Doch nun der Reihe nach.

Im TV konnte man den Spots teilweise kaum mehr ausweichen und trotzdem ist mir das alles nie auf die Nerven gegangen. Das lag wohl am Soundtrack.

Der Song ist ein idealer Aufhänger. Das Lied stammt ursprünglich von John Paul Young. Es wurde vor ein paar Jahren dann im Weihnachtsstreifen "Love Actually" eingesetzt und hat seit dann hinter "Last Christmas" und "Do they know..." den dritten Platz in der ewigen Weihnachts-Hitparade auf sicher.

Swisscom-Karaoke-Weihnachts-Print-Sujet

Neben den TV-Schaltungen laufen Inserate, Radiospots sowie Internetwerbung. Das Herzstück bildet dann aber die excellente Website auf der man den Song nachgesungen und als Video aufgenommen zum Wettbewerb reinladen und anmelden kann:

Swisscom-Screenshot_Karaoke-Kampagne

Über Weihnachten lohnt sich das Fernseher-Einschalten. Dann werden Videos der Teilnehmer in Spots verpackt, wie Persoenlich.com schreibt.

Crossmedia: So geht das. Und erst noch von einer klassischen Werbeagentur, ja die aus Bern.

Osram: Durchgeknallt

Osram-Lapsus-Spot

Die Birnenfabrik Osram hat sich für den grad laufenden Spot die beiden Komiker von Lapsus engagiert.

Ich finde den Spot lustig. Ja, das mit dem Humor ist in der Werbung ja so eine Sache. Für mich passts hier, für andere ists vielleicht bireweich.

Ist es nicht schön, dass das Thema Energiesparen auch ohne Moralin, Zeigefinger und Bundesberner Ratschläge zu kommunizieren ist?

Hier den Spot abrufen

PaulsGeschenkService: Büro Destruct Design Shop

PaulsGeschenkService

Und hier der letzte Tipp für Weihnachtsgeschenke.

Die Berner Designer vom Büro Destruct betreiben auch einen Online-Shop.

Da finden sich allerlei reizvolle Items für Anhänger gepflegten Designs. Ich halts einfach und empfehle die Eigenkreation RGB.

Buero-Destruct-RGB-Toy

Das ist auf den ersten Blick ein nicht gar so hübsches Tier, welches aber vielfältig, auch als Lustbringer in der Liebe, einsetzbar scheint, wie das auf der zugehörigen Site angespielt wird.

Im Shop auch zu finden: Das Helvetica-Büchlein, welches ich hier anlässlich des Jubiläums-Veranstaltung vom letzten Frühling vorgestellt habe und noch immer sehr empfehlen kann.

Swisscom: Neues Logo, es hätte schlimmer kommen können

Neues-Swisscom-Logo

Die Swisscom hat heute ihren neuen Markenauftritt vorgestellt. Die Meinungen sind gemacht, schaut man sich die Kommentare auf Persoenlich.com an.

Ausser dass es schwer erklärbar ist, was das löchrige Ding darstellt, kein Mensch sich das Teil gedruckt in 3-D vorstellen will und mir auch sonst kaum Gründe in den Sinn kommen, warum die Swisscom sich das jetzt antut, können wir noch froh sein, hat das minutiöse Evaluationsverfahren das Schlimmste verhindert:


Swisscom-Biene-Logo

Swisscom-Ballon-Logo

Swisscom-Roessli-Logo

Swisscom-Schlumpf-Logo

Swisscom-Wunderbaum-Logo

Und weils so Spass macht, hier noch eins, zwei, drei Zugaben:

Swisscom-Geranien-Logo

Swisscom-Krake-Logo

Swisscom-Gartenzwerg-Logo

Apple: Beruhigend, der Mac ist doch noch kein PC

Apples-Mac-und-PC-Werbung

Die Spots sind in den Staaten seit einiger Zeit der Renner. Weil ich aber nur über die Werbung in der Schweiz berichte, habe ich es tunlichst vermieden Lobeshymnen anzustimmen.

Nun sind die Spots aber auch in Deutsch erschienen und über die Website von Apple in der Schweiz abrufbar.

Leider hat es Apple zur Zeit anscheinend in der Schweiz nicht nötig Werbung zu treiben. Und so bleiben die hämischen Spots leider den Mac-Fans vorbehalten, die sich eh auf der Suche nach Infos zum iPhone auf der Apple.ch-Site tummeln.

Hier die Spots geniessen
Beiträge 11 - 20 / 204