Alpha.ch: Büetzer-Plattform

Buetzer

Der Kaderstellenmarkt "Alpha.ch" hat eine neue Kampagne am Laufen. Irgendwie spricht mich die nicht an, irgendetwas hat mich schon beim ersten Mal anschauen gestört. Jetzt weiss ich was: Der ärmellose Büetzer der da am Computer hockt. Oder sitzt die Führungselite halbnackt im Dunkeln vor der Compi? Vielleicht schon, aber wohl eher nicht zum Stellensuchen.

Und noch was: Warum hat man auf einen Offsprecher verzichtet? Wenn ich in der Werbepause in der Küche stehe, habe ich nix von der Botschaft.

Hier klicken und den Spot anschauen.

Hyundai: Hossa!



Auch wenn die Autos optisch noch immer ziemlich typische Reisschüsseln sind. Mit vielen Kurven und seltsamen Proportionen. Die Werbung kommt gut.

So könnte es gelingen, dem Koreaner ein japanisches Image zu verpassen. Neben dem Preis ist die Qualität - zusammen mit der Sicherheit - das wohl beste Argument zum Autoverkaufen. "Hyundai alles dabei" dürfte gelernt sein. Hoffentlich hat der Markenchef die Geduld diesen Weg bis zum Schluss zu gehen.

Es geht auch anders: Wie man eine aufstrebende koreanische Marke imagemässig zu Grunde richten kann hat Chevrolet bewiesen.

Bü's: Werben mit Überzeugung

Warnung_1

Warnung_2

Rueckseite

Wie soll man für ein Restaurant werben? Schöne Weine? Tolle Aussicht? Antipasti-Buffet? Am Besten der Patron hat Charakter. Wie Jürg Bühler. Der hat ein Anliegen. Er stellt sich gegen die grassierende Verbotswut. Dieses Anliegen hat Reinhold in eine Mini-Kampagne umgesetzt. Sehr schön geworden. Zurücklehnen und eine anzünden.

Migros: So oder so aber was?

So-oder-so-nicht

Jetzt laufen sie wieder, die So-oder-So-Spots der Migros. Und die Agenturleute finden sie total lässig. Der Paul aber nicht.

Die Botschaften, die hier in falem Licht, mit bleichen, unnahbaren und mehrheitlich unsympatisch ins Bild gesetzten Personen auf umständlichste Weise, mit immensem Produktionsaufwand vermittelt werden sollen, kommen bei der Zielgruppe kaum an.

"Das ist pure Markenwerbung" rufen die Strategen jetzt. Ja, aber sie verfehlt das Ziel. Zur Marke soll eine Beziehung aufgebaut werden und das geht am besten über sympathische Werbung, die Nähe erzeugt. Früher hatte die Migros 'mal diesen Hund mit dem "Jö"-Effekt. Kitschig? Nein, volksnah wie die Marke Migros auch sein sollte.

Hier wird seit Jahren blödsinnig viel Werbegeld verbraten. Das unterkühlte So-oder-So-Konzept vermittelt überhaupt keine Sympathie. Aber viele verdienen damit viel Geld - die Agentur, die Produktionsfirma, die Fernsehkanäle. Die Migros auch?

(Auf einen Link verzichte ich hier, einfach heute Abend den Fernseher einschalten.)