Wildeisens Kochen: Reduced to the max

Kochen-mit-Annemarie

Eigentlich finde ich diese reduzierten Umsetzungen ja gut. Fallen auf. Sind mit wenig Geld und in kurzer Zeit zu realisieren. Und lustig sind und waren die Motive bisher auch.

Wenn man sie denn liest. Und da liegt der Punkt. Man muss ganz viel lesen hier, sogar das Logo. Das ist wahnsinnig anstrengend. Ich als Zeitschriftenleserin will mich nicht mit Reklametexten beschäftigen.

Die reine Typo-Lösung holt mich einfach nicht ab. Hartes Brot für einen Bildmenschen wie mich. Bildchen würden den Blick anziehen und könnten helfen einen Link zum Kochen herzustellen.

Hier zwei Vorschläge aus meiner Küche. Guten Appetit!

Kochen-mit-Tante-Antje-1

Kochen-mit-Tante-Antje-2

Freundliche Grüsse aus dem Seefeld
Antje Schoeller Hammer




Davos: Logo nebulös

Oben-Blau-unten-irgendwo-ein-Logo

Apres-Ski-aber-wo-bin-ich-hier

Ich übernehme von Paul in dieser Woche den Blog. Mal schaun, obs Ihrs mögt, was ich zu berichten habe. Ein paar Angaben zu mir findet Ihr hier. Und das ist mein erster Post.

Also, ich fahre ja gerne in die Berge. Egal wohin. Die Davoser möchten aber die Züricher doch sicher zu sich locken. Warum verstecken die dann das Logo auf den Plakaten so? Da hätte ich einen wirkungsvolleren Vorschlag.

So-ists-doch-deutlich

Davos-by-night

Grüsse aus Zürich
Antje Schoeller Hammer


Migros: Schinken vom Schwarzfussschwein und saugute Werbung dazu

Korkwald-mit-Opfer

Die Migros wirbt für die Premium-Linie "Sélection" sehr stimmig. Die Sujets sind eigenständig und einfach schön anzuschauen.

Gut auch, dass uns die Migros nicht zu erklären versucht, warum sie jetzt auch Sachen, die wir eigentlich im Globus posten würden, führt. Muss sie auch nicht. Die Migros hat sich längst zur hochwertigen Marke entwickelt. Denen nimmt auch ab, dass Sie uns Luxus bieten kann.

So macht Werbung Appetit. Daher mein Tipp für Euren Wochenendeinkauf: Sélection-Produkte kaufen.

P.S. Nächste Woche bin ich in den Ferien. Meine Kollegin Antje Schoeller Hammer übernimmt daher die Besorgung des Blogs für ein paar Tage.

Jaeger-LeCultre: Reingefallen

Wo-ist-die-Uhr

Am Bellevue in Zürich wird zur Zeit ein Gebäude renoviert. Wie so oft kann während dieser Zeit auf einem Riesenplakat geworben werden. Tönt gut: Bellevue = viele Leute = viele Kontakte. Und dann noch so gross. Das muss man doch machen.

Reingefallen: Erstens hängt das Plakat so, dass kein Autofahrer und kaum ein Passant das auch wirklich wahrnimmt und zweitens ist die Gestaltung überhaupt nicht dem Ort angepasst. Ok, wenigstens die Internetadresse sieht man. Aber dafür geschätzte 75'000 Franken ausgeben?

Zum Glück - für die Agentur(en) - hat Jaeger-LeCultre seine Büros in Genf. Vielleicht wissen die ja gar nicht, wie schlecht das hier für sie läuft.

LC1: Mir ist schlecht geworden

So-Guet

Da sitzen zwei junge Ladies im Park auf einer Bank und was machen
sie? Nein, sie parlieren nicht übers Wetter oder ein neues Kleid oder
das herzige Göttimeitli. Nein, sie labbern irgend einen aufgesetzten
Text zu einer Yoghurt-Marke, die es in meinem Leben ab sofort nicht
mehr gibt.

Kommt das so, wenn ein ganz aufgeweckter Product Manager das
Storyboard in die Hände kriegt? Ja für wie blöd hält uns Nestlé
eigentlich.

Hier Spot anschauen

Calida: Schön einfach

Gut-angezogen

So einfach geht das: Bild, Headline, Logo auf einen ruhigen Hintergrund stellen und drucken. Im Gegensatz zu den Reklameverantwortlichen von Coop haben die von Calida das Medium Plakat begriffen. Und: Calida braucht dafür nicht mal eine Agentur.

Coop: Schön, aber wirkungslos

Da-moechte-ich-auch-hin

Zur Zeit hängen Plakate zur Bewerbung der Supercard-Kreditkarte. Sie haben das nicht wahrgenommen? Ich eigentlich auch nicht. Kein Wunder.

Nichts gegen die Idee der Kampagne. Die Bilder sind auch schön geschossen und wohl liebevoll retouchiert worden. Aber die Umsetzung taugt trotzdem nichts.

Wenn ich an der Tramhaltestelle davor stehe funktioniert das. Die allermeisten hängen aber an der Hauptstrasse. Da brause ich mit gut 50 Sachen dran vorbei. Und dann ist das nur noch braune Sosse.

Mit Inseraten würde die Kampagne sehr gut funktionieren. Schade fürs Geld 'mal wieder.


Tally Weijl: Sexy-sein als Positionierung

Maus-mit-Haas_1

Haas-incognito

Und nochmals Sex-Sells. Diesmal mit der Zielgruppe Frauen.

Tally Weijl hat den rosa Bunny vor einiger Zeit eingeführt. Zuerst räkelten sich darauf die Models. Dann wurden die Viecher wohltätig versteigert und jetzt das: Unter dem Kampagnen-Motto "It's fun to be sexy" wird ein Foto-Wettbewerb lanciert.

Das funktioniert wie folgt. "Unsere Kundin soll ihren Freund oder Kollegen in das kuschelige Outift stecken und sich gestylt mit ihm ablichten lassen", erklärt der Firmensprecher Handelsman die Idee. Die Bilder werden auf www.totally-sexy.com geladen und von den Internetbesucherinnen und Besuchern bewertet. Die Kostüme gilt es in den Geschäften zu holen: "Frölein, ich hätte gern den pinkigen Has im XL".

Vielen Dank schon mal für die schöne Idee. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis das erste Video auf Youtube auftaucht.

Tally Weijl ist vom ganzen Auftritt her ein total unschweizerisches Unternehmen. Ist es aber doch. Das sind Aargauer. Die Zentrale ist in Zofingen.

Casino Baden: Luft raus!

Delfin-mit-Girl-on-Top-on-Spieltisch

Vor einiger Zeit habe ich mich noch sehr positiv über diese Kampagne geäussert. Siehe hier. Das geziehmt sich jetzt nicht mehr.

Die Schweizerische Lauterkeitskommission hat mein Lieblingssujet mit dem Delfin als sexistisch und herabwürdigend taxiert. Das Motiv wird nicht mehr geschaltet, sagen die Chefs des Casinos.

Jä und das Meitli mit den Flügeli macht nicht spitz? Sind hier Tierschützer am Werk oder was?

.Blondine-mit-Onkel

Ich bleibe dabei: Mir gefällt das alles sehr gut. Sehr frisch der Auftritt. Ich freue mich auf mehr spritzge Dinger.

Suva: Kopfarbeit

Suva

Da stimmt alles. Das hat Stil, auch in der Umsetzung. Die Suva als praktisch staatliche Institution könnte ja mit dem erhobenen Zeigefinger den Oberinspektor spielen. Tut sie aber nicht und holt sich so viele Sympathiewerte für ein unpopuläres Anliegen. Toll, dass ein Kunde solche Werbung auch gut findet.
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