PKZ + Feldpausch: Neu immer wieder

Neuer-Mann

Frau-auch-neu

Die immer gleich gestalteten Plakate funktionieren sehr gut. Ich frage mich nur, was denn da seit ewigen Zeiten neu ist im PKZ und im Feldpausch. Die Kollektionen sicher, die Schaufenster-Deko von Zeit zu Zeit hoffentlich auch.

Was ist die Botschaft an die Kunden?

Rechtlich gesehen scheint das in Ordnung. In Märkten mit weniger liberaler Gesetzgebung und/oder bissigerer Konkurrenz würden die Juristen wohl eine Abmahnung in Betracht ziehen.

Ich warte jetzt, bis die neue Ware etwas älter geworden ist und der Ausverkauf beginnt.

Werbeverbot Solothurn: Werbebranche schläft

Rot-gewaehlt

Die Roten haben gesiegt. Solche Plakate werden in Olten schon bald nicht mehr zu sehen sein.

Die Solothurner haben am gestrigen Abstimmungssonntag den Tabakrauch aus der Beiz verbannt. Was weniger erwähnt wurde, ist das Werbeverbot auf öffentlichem Grund.

Die Angstmacher haben wieder gepunktet. Ist ja auch nicht so schwer. Dass aber heute Morgen keiner unserer Branchendienste (Persoenlich.com, Kleinreport, Werbewoche) über dieses wohl, leider wegweisende Ereignis berichtet, ist doch bedenklich/erstaunlich/erschreckend.

Ist es der Werbeindustrie wirklich egal, dass ihr hier die Freiheiten beschnitten werden? Gegenwehr ist keine festzustellen. Weit und breit keine PR-Kampagne, welche diese Massnahmen in Frage stellt. Wo bleiben die Lobbyisten und die Interessensvertreter SW, BSW, ASW und wie sie alle heissen?

Für den Anfang empfehle ich die DVD zum Film "Thank you for Smoking".

TCS: Sägs nöd Babs.



Der TCS wirbt für Mitglieder. Die Story fährt ein.

Hanspis Karre springt nicht an. Aber noch schlimmer: Barbara könnte die Einzahlung des TCS-Beitrages verhängt haben. Bleibt zu hoffen, dass Sie nicht nur gut in Küche und Bett ist, sondern auch das E-Banking im Griff hat. Wir wissen es nicht.

Aber der TCS kann auch so zufrieden sein. Sehr aussergewöhnlich: Kein Logo auf dem Plakat. Die Radiospot
sind mir als erstes aufgefallen. Die TV-Spots gefallen mir weniger. Diese comic-haften Einblender sind unnötig.

Persoenlich.com: Ansichten zu Kampagnen

Kampagnen-unter-der-Lupe/

Persoenlich.com hat eine neue Rubrik lanciert: Ansicht. Hier beurteilen Experten aktuelle Werbekampagnen.

Leider fehlt (noch) ein RSS-Feed und es steht auch nichts zum Rhythmus in dem das ab jetzt passiert. Ich werde aber sicher zu den regelmässigen Besuchern zählen.



Pastorini: Heile Welt im Kinderzimmer

Krieg-ist-immer-ein-bisschen

Das Anliegen ist ja legitim, auch wenn wir noch immer zmitzt im Krieg gegen den Terror stehen: Kein Kriegsspielzeug. Aber der Hintergrund ist doch ein anderer: Pastorini verkauft Holzspielzeug. Und das wünscht sich nun 'mal kein normaler Junge. Das Zeugs kaufen die Göttis doch nur, weil es den Mütter der Beschenkten gefällt: "So Schööön, schau 'mal Luca."

Also ich habe mehrere Playmobil bei lebendigem Leib verbrennen lassen und bin trotzdem nicht zum Folterknecht eines kaukasischen Geheimdienstes geworden. Es geht also nicht immer komplett schief.

Jetzt bin ich aber ein bisschen abgeschweift: Das Sujet ist gelungen und wird bei der Zielgruppe der Entscheider - und das sind nun 'mal meist nicht die Kinder - und deren Beeinflusser (siehe weiter oben) sicher gut ankommen.

Fischer Bettwaren: Authentischer gehts nicht



Das ist ein Klassiker auf "Tele Züri". Es gibt wohl kaum einen Spot in der Schweiz, der so oft unverändert geschaltet wurde.

Der Herr Fischer von der Bettwarenfabrik in "Wädischwil" erklärt uns sein Handwerk: Das Flaumige der tot gerupften Polengans wird in geheimnisvollen Maschinen luftig gereinigt, ins Duvet geblasen und direkt ab Fabrik verkauft.

Ganz einfach. Nichts da mit aufgeplusterten Emotionen. Nur zeigen, was man zu bieten hat. So gehts eben doch auch.

Dieser Spot hätte eigentlich einen Spezialpreis auf irgendeinem Festival verdient. Aber dem Herrn Fischer ist die Glaubwürdigkeit und der Umsatz wahrscheinlich lieber als Ruhm und Ehre.

1818: Wild Boys



Bald wird unsere 111 abgestellt. Das amerikanische Unternehmen Infonxx führt darum ihre neue Auskunftsnummer 1818 ein. Infonxx bietet in verschiedenen Ländern solche Dienste an. Die Kampagne wird jeweils auf das Land adaptiert.

Seit ein paar Wochen lernen uns zwei schräge Skihelden die neue Nummer: 1818, Doppel-18, 18 - 18, 2x18. Die Spots sind umwerfend. Wie im neuen Swiss-Clip ist hier der Soundtrack die halbe Miete. Dass die wilden Kerle in ähnlichen Skianzügen stecken wie die von Swisscom gesponserten offiziellen Swissski-Fahrer ist sicher kein Zufall.

Die Website ist übrigens auch sehr gelungen: www.skisstour.ch. Da dürfen wir uns noch auf einiges freuen.




Bilanz: Crossmedia-Angebot

Wer-nicht-lesen-will-kann-hoeren

Die Bilanz ist eine gute Zeitschrift mit innovativen Ideen. Zum Heft erhielt man bisher eine Hör-CD, ab jetzt kann man die Artikel auch downloaden. Und zur Zeit ködern sie neue Abonnenten mit einem iPod Shuffle, dem schönen neuen.

Dass die Abo-Abschluss-Prämie im Inserat grösser geraten ist als der Packshot des zu verkaufenden Produktes ist schon etwas unschön. Ich finde die Aktion und das Angebot toll und hoffe, dass das jetzt hier abgeht wie in Deutschland. Dort erhält man mittlerweile ja schon für das Buchen eines Probe-Abonements eine Uhr geschenkt.

Mastro Lorenzo: Besser als beim Italiener



Diese Spotserie ist besser als das gesamte italienische Fernsehprogramm. "Domenica in" und "91° minuto" ausgenommen.

Zum Glück laufen sie wieder. Gerade in diesem Herbst hält man es kaum mehr für möglich, nach all den unsäglichen Yoghurt-Spots: Gute Konsumgüterwerbung. Auch von einem Multi.

Hoffentlich wurde der Verantwortliche nicht schon hochbefördert. Und falls doch, lässt sich hoffen, dass er seinen PMs beibringt, wies geht.

Radio Energy: Empfang gestört

Was-will-der-von-mir

Radio Energy will mit der neuen Kampagne über Stellenbewerbungen von Stars Radiowerbesekunden verkaufen. So habe ich das zumindest nach mehreren Anläufen verstanden. Tönt etwas umständlich? Richtig.

Die Illusion, dass sich die Zielgruppe - in diesem Fall sogar intensivst - mit einer Werbekampagne auseinandersetzen will, ist auf Agenturseite weit verbreitet. Ein ziemlicher Trugschluss. Dass sowas dann aber auch noch umgesetzt wird, spricht nicht gerade für den Kunden.

Etwas Positives hat die Kampagne aber schon noch: Geht’s daneben, wird der Radiohörer weniger durch Spots belästigt.
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