Nespresso: Kalter Kaffee



Nehmt jetzt endlich den George Clooney vom Sender. Dieser Spot ist einmal lustig, dann noch zwei Mal glatt und danach nervt er nur noch. Und das tut er nun seit Monaten und weltweit, wie obiges Beispiel befürchten lässt.

Daraus hätte man mit einem zweiten und dritten Spot eine schöne Mini-Soap machen können. Aber leider haben es die Brandmanager wohl vor lauter Freude über die Verpflichtung des Leinwand-Beaus verpasst, eine hollywoodmässige Story erhirnen zu lassen. Schade um die gute Ausgangslage.

Soundtrack du Printemps 2007

Das Konsumklima ist gut, draussen scheint die Sonne und in der Werbebranche fliesst wieder Mlich und Honig. Dazu fehlt nur noch die Begleitmusik in Form von Pauls Favourites für den Frühling 2007:


P.S. Die erste Top-10 im Winter war auch gut.

Ford: Fiesta Emotion



Was ist hier falsch? Jawolll, Shakira wirbt für Seat. Etwas billig finde ich das, einen sexy Star ins Auto setzen und damit Temperament verkaufen.

Ein viel gelungeneres Beispiel ist der gerade wieder laufende Spot für den Ford Fiesta. Wunderbar, wie hier eine stiere Kiste mit guter Werbung emotional aufgeladen wird.

Spot anschauen

Thomy: Senf drüber

Scharfer-Hund

Michel hat mich auf die Senf-Werbung von Thomy hingewiesen. Die ist bei mir auch schon auf/ab/durchgefallen. Ja, der Spot sticht aus der Masse hervor, auf seine eigene Art und Weise, aber nicht die gute.

Ich finde diese cartoonigen Markenidentifikationsfiguren von Michelin, Knorr oder Maga super. Insofern ist die Wiederbelebung des Thomy-Männchens auch in Ordnung. Leider hat man sich aber bei der Umsetzung auch im Illu-Stil, in der Musik und bei den simplen Dialogen auf die 80er verlassen. Das nervt.

Was bleibt in Erinnerung? Dass es ein Trickfilm ist, was ich gut finde und das kreischende, beim näheren hinschauen, nicht mehr ganz so junge Gemüse. Aber spricht das die Kochberufenen unserer Zeit - Betty, Jamie und Ivo - auch an?

Hier Spot abrufen.

Bossi: Wo bleibt Betty?



Gut, dass im Zuge des allgemeinen Trends zum Leckerkochen die Marke "Betty Bossi" endlich wiederbelebt werden soll, schlecht ists, wie damit umgegangen wird. Bossi ohne Betty. Hä? Und wo bleibt die Botschaft? Bitte noch einmal aufkochen, gut umrühren und neu abschmecken.

Suva: Halleluja

Helm-ii

Schon letztes Jahr habe ich das Vorläufer-Sujet zur jetzt ausgehängten Plakatwelle in einem meiner ersten Posts gelobt. Auch das hier ist wunderbar gelungen.

Das ist jetzt eben ein gutes Plakat: Ohne Ballast, dafür mit einer bildlichen Aussage die schon fast ohne Worte auskommen könnte.

Dass das Logo so klein ist, spielt in diesem Fall keine Rolle. Die Suva will ja selber keine Helme verkaufen.

Im Leumund-Blog findet sich übrigens ein Beitrag mit Beobachtungen zur Generation Velohelm. Ich begreifs ja gar nicht, warum die Kinder heute sogar auf dem Bobby-Car einen Helm tragen. Bei uns waren schon die auf dem Töffli die Loser.

T-Shirts mit Reklame

Bloggen ist ein brotloses Business. Einige Blog-Betreiber versuchen mit dem Verkauf von T-Shirts, das Einkommen etwas aufzubessern und ganz nebenbei ein Zeichen in der realen Welt zu hinterlassen.

Nicht so der Paul. Obwohl das schon seinen Reiz hätte. Also, für den Fall, dass ich’s mir doch noch anders überlege, könnte das so aussehen:



1. Modell
Die Praktikantin
Die-Praktikantin


2. Modell
Der-Kunde-findet-alles-super-hat-aber-noch-ein-zwei-Änderungswünsche
Kundenwunsch


3. Modell
Das-waren-noch-Zeiten oder Womit-wir-das-Bösch-Boot-finanzierten
BSW

Milch: Crazy Cow? Rinderwahn?



Der Milchverband reitet weiter auf dem ehemals erfolgreichen Konzept rum. Leider ohne erkennbare Idee.

Was soll der Tarzan da? Er sieht aus wie ein argentinischer Mittelfeldspieler mit einem Drogenproblem. Milch aus dem Dschungel? Überegheit? Eine nachvollziehbare werbliche Aussage kann ich beim besten Willen nicht ausmachen.

Machen wir es kurz: Das Viech ist ausgemolken. Vielleicht können die da noch was draus machen.

Hier Spot anschauen

GE Money Bank: Keine Konstanz

GE-Money-Bank-Original

Nick hat mir ein E-Mail an die neue Adresse paulreinzeichner@gmail.com geschickt. Ihm gefällt die neue Kampagne von GE Money Bank nicht. Mir auch nicht.

Im Januar noch habe ich den Weg über die Testimonials gelobt. Bei der Gestaltung hätte ich noch das eine oder andere optimiert, aber im grossen Ganzen fand ich das gut. GE war auf dem Weg, eine eigene Bildsprache und einen Gestaltungsrahmen zu finden, der einen Wiedererkennungswert erreichen könnte.

Wenn man denn daran festhalten würde. Tut man aber nicht. Konstant scheinen mir hier nur die hohen Zinssätze für die Kredite, leider.

Die Frühlingskampagne kommt also komplett anders daher. Das einzige Positive: Das Logo ist jetzt von der Testimonial-Aussage getrennt.

Dieser blaue Rahmen ist massiv, erschlägt alles. Die Person erstickt darin. Will man mit sympatischen Menschen Nähe zum Kunden schaffen, sollten diese auch dominant ins Bild gesetzt werden.

Hier ein Gegenvorschlag.

GE-Money-Bank-Pauls-Vorschlag


Schweizer Bauern: Mit Michelle ins Heu?





Jetzt wo auch der Klaus J. Stöhlker etwas dazu schreibt, kann ichs auch nicht lassen. Die Aktion kostet uns Steuerentrichter schliesslich gemäss Persoenlich-Newsticker 1.5 Millionen. Da darf man auch ein bisschen dagegen wettern.

Was will uns die Kampagne sagen? Ich weiss es nicht. Mit dem Abbilden von Deutschen Ex-Sportlern, Musikern aus der Grossstadt und einer blonden Mieze aus dem Süden hilft man den Bauern kaum Goodwill aufzubauen.
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