31. Mai 2007
30. Mai 2007
Cablecom: Vorteil um Vorteil um Vorteil um Vorteil im Böxli

Cablecom gehört im Volk ja weissgott nicht zu den angesehenen Firmen. Ich habe mich darüber auch schon ausgelassen.
Nach dem Bundesrat, der über die Pflichtsender bestimmte, hat sich zuletzt auch noch der Preisüberwacher eingeschaltet und die Preise für das Digital-TV heruntergerissen.
Zappen wir nun aber zur Werbung. Und die ist wirklich gut. Die Spots über das digitale Angebot finde ich super. Da wird in vier witzigen Filmen erklärt, was die Set-Top-Box alles so kann. Genau so geht das: Zeigen, was man hat.
Damit sollte das in der Schweiz schon fast zum Unding verkommene Digital-TV wieder etwas an Goodwill gewinnen.
Für eine nachhaltige Imagekorrektur bei der geprügelten Anbieterin dürfte es noch ein langer Weg sein. Der nächste Kassensturz mit Kundendienst-Check, Preis- oder Qualitätsvergleich kommt bestimmt. Schaun mer mal.
Mein Lieblingsspot ist dieser da. Alle zusammen sind hier abrufbar.
28. Mai 2007
FDP: Sieht so die Zukunft der Schweiz aus?


Heute habe ich Roger Köppels Kritik an der obigen Kampagne in der aktuellen Weltwoche gelesen: Seite 74, online nicht frei zugänglich. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen.
Auch wenn ich keine so geschmeidige Ausdrucksweise in der Feder führe, ein paar Dinge können aus reklametechnischer Sicht noch angemerkt werden.
Ich frage mich, wie ich den verstümmelte Fussballer-Schachtruf mit der Wirtschaftspartei in Zusammenhang bringen soll.
Das Layout ist spröde. Vielleicht liegt es auch an der Normschrift-Typo.
Aus werbebudgetmässigen Effizienzgründen, ist es mir ein Rätsel, warum man auf den Plakaten nur trampolinhüpfende Personen zeigt, aber nichts aus dem ominösen 4-Punkte-Programm bringt. Oder ist Glücklichsein Programm? Oder schlimmer, gibts vielleicht gar nicht so viel Neues zu kommunizieren?
Mir fehlt eine differenierende Botschaft, eine werbliche Idee, kurz gesagt eigentlich alles, was das Aushängen einer Kampagne rechtfertigen würde.
25. Mai 2007
Billag: Unsensibler Sensibilisierungs-Nonsens
Das ist mir eines Nachts auch aufgefallen. Die Billag, die Firma, welche die Radio-/TV-Gebühren eintreibt, schaltet ellenlange Spots.
Sie will mit den Trickfilmen zur besseren Zahlungsmoral bewegen. Im Bernetblog wurde auch schon darüber berichtet und dazu diskutiert.
Der Deal sieht so aus, dass SF die Zeit für die Ausstrahlung kostenlos zur Verfügung stellt und Billag die Produktion übernimmt. Und die dürfte nicht wenig gekostet haben.
Auch wenn der Verantwortliche bei der Billag unermüdlich erklärt und rechtfertigt: Das heisst nichts anderes, als dass ich und Du und ja Du auch für diese aufwendigen Produktionen aufkommen. Ja hallo, goht's no?
Ich frage mich, was das alles überhaupt soll? Was gibt’s hier für die Billag zu holen? Wie hoch ist der Anteil der Schwarzseher und wieviele lassen sich mit diesen Filmchen umstimmen. Die Rechnung geht nicht auf.
22. Mai 2007
Local.ch: Plakat als Suchbild

Gerade ist der Plakataushang von Local.ch ausgelaufen. Hat ihn jemand wahrgenommen? Ich auch nicht.
Und auch diesmal liegt es daran, dass das Werbemittel nicht den Umständen entsprechend gestaltet wurde. Als Inserat gings, aber als Strassenplakat passts nicht.
Zuerst zum Bild: Zu detailreich und dann noch Ton-in-Ton, also praktisch ohne Kontrast. Eine braune Suppe für den Betrachter.
Dann das Logo, ich weiss, die alte Leier, aber eben: Zu klein und auf unruhigem Hintergrund, darum kaum erkennbar. Vom Text im Bild ganz zu schweigen.
So wärs nicht schöner, aber werberischer und damit wirkungsvoller:

21. Mai 2007
Nationale Suisse: Alles Roger

Von allen Werbe-Engagements von Roger Federer - Rolex, Emmi, Jura und mehr - finde ich das gerade eben laufende für die Nationale Suisse-Versicherung am Gelungensten. Hintergrundinformationen und die Sujetübersicht gibts bei Persoenlich.com
Der Auftritt hat Klasse und Stil und Humor und ist trotzdem nicht peinlich. Was alles andere als selbstverständlich ist.
Damit dürfte der Versicherung die Umpositionierung gelingen und der Sympathieträger-Barometer von Rodscher allmählich oben anschlagen.
Spot in Quick Time-Version
Spot für Windows Media Player
18. Mai 2007
Raiffeisen: Back on Track

Vor ein paar Monaten habe ich in einem Post noch Befürchtungen geäussert, dass die Raiffeisen von ihrem (Erfolgs-)Weg abkommen könnte.
Das ist zum Glück nicht der Fall. Auf den neuen Plakaten wird der Weg auch wieder optisch frei gemacht. Richtig gut ist auch, dass die junge Dame uns direkt in die Augen schaut. Und wie sie das tut.
Der Kulturminister hat in seinem Blog mit dieser Kampagne ein gröberes Problem. Seiner Ansicht nach fördern die Raiffeisenbanken mit dem Haus-auf-der-grünen-Wiese-Sujet indirekt die Zersiedelung der Schweiz.
Finde ich gspässig. Total absurd ist der Rückschluss, dass die Werbung darauf einen Einfluss haben soll. Und überhaupt: Wer kann sich heute noch ein freistehendes Häuschen leisten? Und damit sind wir wieder bei der Aufgabe der Werbung: Sehnsüchte aufgreifen und mit Angeboten abgleichen.
16. Mai 2007
McKinsey: Begabung für gute Werbung


Unternehmen unternehmen viel, um die besten Talente ab den Hochschulen zu rekrutieren. Mit der neuen Kampagne sollte das McKinsey etwas einfacher fallen als anderen.
Der Anspruch an die zukünftigen Angestellten wird mit intelligenten Sujets mit subtilem Humor transportiert. Gute gemacht. Summa cum was auch immer, das gibt eine 6 vom Prof. RZ.
15. Mai 2007
Reality-Check Strassenplakate

Das ist live von der Strasse. Diese Plakatkombination ist mir heute drüben an der Pfnüselküste aufgefallen. Und damit komme ich zurück auf den gestrigen Post.
Das Plakat links wurde von jemandem gestaltet, der auf Ruhm, Ehre und Schulterklopfen der Kollegen verzichten kann, dafür aber das Werbeziel im Auge behalten hat.
Beim Exemplar rechts bin ich ratlos. Als Affiche komplett daneben. An was liegts? Ist die Tabakindustrie vielleicht schon so eingeschüchtert, dass sie sich gar nicht mehr traut die Marke herauszustellen?





