20 Minuten: Gut gewählt



Gerade habe ich im TV gehört, dass die Wahlbeteiligung sehr hoch ausfallen dürfte. Obs auch mit dieser Kampagne zusammenhängt? Bei über einer Million Lesern und vielen, vielen Internetnutzern nicht auszuschliessen, dass die Aktion eine positive Wirkung haben könnte.

20 Minuten tut was für die politische Bildung der Jugend. Löblich. Unter anderem kann mit der Wahlmaschine nach der geeigneten Partei gesucht werden.

Die Aussage der Sujets ist ironisch, zielt auf das Problem, aber ohne den Mahnfinger vorzuhalten. Eine sehr gelungene Aktion, die unverkrampft zur Teilnahme am Erwachsenenleben einlädt.

KPT: Die strenge Krankenkasse

Max-nicht-die-Rolltreppe

Die Krankenkasse KPT versuchts nicht auch noch mit einfacher "Wir-sind-günstiger-und-bei-uns-sind-sie-sicher"-Werbung.

Sie gehen einen anderen Weg und muten ihrem Publikum einiges zu: Das Einzeltraining mit Max. Zugegeben, eine allzu gewinnende Person ist er nicht. Max ist streng. Aber er meints ja nur gut.

Zuerst aufgefallen ist mir der Fernseh-Spot: Spot anschauen. Und jetzt mahnen auch noch Plakate zur Disziplin im Alltag. Siehe oben.

Beide Massnahmen verweisen auf die schön getrimmten Website: www.einzeltraining.ch

Max-meints-ernst

Das ist seit langem wieder einmal ein konsequent durchgezogener Crossmedia-Case.

+++ Nachtrag +++

Auch gut, die Inserate. Max mag keine Gratiszeitungen. Heute im "Punkt CH" gesehen:

Max-mag-keine-Gratiszeitung

Swica: Knuddeln und Kuscheln

Swica-tut-gut-Kampagne

Es ist wieder Herbst. Die Jagd auf die wechselwilligen Krankenkassenkunden ist eröffnet. Zahlreiche Kampagnen zieren die Plakatwände. Unter diesen ist mir die von Swica aufgefallen.

Warum? Weil sie einfach aufgebaut und schön anzuschauen ist.

Was haben nackte Menschen mit einer Krankenkasse zu tun? Weiss ich auch nicht. Ist mir aber egal. In den 1.5 Sekunden in denen ich das Plakat anschaue reagiert meine emotionalere Seite positiv, das Logo erfasse ich auch noch grad so und darum ist das gute Werbung.

Ja, auch ich bin ganz im Innersten einfach gestrickt. Das ist halt ein ganz altes Rezept, was auch hier wieder funktioniert. Auch 2007 kommts gut, wenn in der Reklame schöne, einigermassen erotisch inszenierte Menschen oder ein herziges Tier oder ein Wonneproppen von einem Kind oder eine Kombination davon gezeigt wird.

SVP: Blocher for President?

Blocher-for-President

Claude Longchamp konnte uns beim letzten Wahlbarometer noch nicht sagen, ob das Geheimplan-Theater der SVP Wählerstimmen bringt oder nicht.

Ich kanns: Die Tendenz hat ins Negative gedreht. Der zur Zeit abgehende Zirkus nervt ganz einfach.

Die SVP wirkt schon lange nicht mehr souverän in ihren Bemühungen uns den Untergang der Heimat und den Sturz des Bauernkönigs zu verkünden.

Dass die Linken Blocher nicht wollen, ist kein Geheimplan, das war schon immer so.

Gerade von der SVP bin ich enttäuscht. Die einzige Partei mit einem profilierten Programm wirft dieses über Board und macht auf People-Business.

Der vorläufige - auch werberische - Tiefpunkt ist das Plakat da oben. Wählen wir am 21.10. einen Präsidenten? Irgendwie wirkt das ziemlich hilflos, ja peinlich.

Ich gehe jetzt Schäfchen zählen. Gute Nacht allerseits.

Migros: Vollsortimenter für alle Lebenslagen

Migros-Assistance-Inserat

Das Inserat habe ich im "20 Minuten" gefunden. Ein anderes Sujet ist mir bereits in den Sonntagszeitungen aufgefallen.

Die Migros besetzt hier ein neues Feld. Damit steht sie in erster Linie in Konkurrenz zum TCS.

Die Werbeidee finde ich wunderbar, weil sie schon im Foto praktisch die ganze Aussage beinhaltet.

Ich schlage vor, dass die Kampagne weitergezogen wird. Und damit gar nichts mehr schief geht, biete ich hier meine Assistance mit einem fix-fertigen Plakatlayout an:

Migros-Assistance-Plakat

Axa-Winterthur: Sicher ein guter Weg

Axa-Winterthur

Die Verantwortlichen in Winterthur, beziehungweise Paris, haben sich einiges vorgenommen. Sie möchten die gute alte Winterthur in Stufen zur globalen Marke Axa umbranden.

Obs wirklich sinnvoll ist, in der Schweiz einen so gut einführten einheimischen Namen durch eine ausländische Marke abzulösen, bleibe dahin gestellt.

Aber die machen das ganz gut, sympathisch auf jeden Fall. Nach etlichen Plakatwellen läuft jetzt ein toller Spot. Schöne Objekte und deren Besitzer, das Ganze mit Wohlfühlmusik unterlegt.

Aussergewöhnlich für eine Versicherung ist auch die positive Botschaft. Keine Unfälle, kein Pleiten, Pech und Pannen. Ganz einfach: Sie lieben es. Wir versichern es.

Hier den Spot abrufen

Granini: Aufgestossen

Granini-Prickler

Bis in diesen Sommer war klar, dass der Granini-Saft aus dem Süden, aus Italien oder Spanien kommt. Das ist jetzt vorbei. Wir sind aufgeklärt, seit der Fruchtprickler über die Schweiz gekommen ist. Weiter unten als in Südschwaben würden wir die Fruchtpresse nicht mehr vermuten.

Kein Geld für eine anständige Umsetzung? Deutscher PM mit Assimilationsschwierigkeiten? Von der Zentrale aus reingedrückt worden? Vielleicht alles zusammen.

Hier wird das Cassis-de-Dijon-Prinzip vorweggenommen. Erste Sahne ist's nicht.

Hier Spot abspielen

Hundai!



Auf den Hund gekommen? Naheliegend, nicht nur wegen der gerade laufenden Kampagne. Mit den Neuzulassungen sieht es nicht sonderlich gut aus.

Die versuchte Umpositionierung vom Billigauto - wir erinnern uns: Hyundai, alles dabei - zur Premium-Marke war vielleicht etwas zu forsch.

Als "Deutscher unter den Asiaten" sollten die Verantwortlichen aber definitiv mit mehr Hartnäckigkeit an der neuen Positionierung arbeiten.