26. Januar 2007
GE Money Bank: Langsam zahlt's ein

Mir ist diese Kleinkreditgeschäft zuwider. Hochprozentige Zahlen sind mir nur bei der Rendite von Wertpapieren und auf Etiketten von edlem Gebranntem willkommen.
Aber das Business scheint zu florieren. Die CS versuchts neu mit Bank now, die Kantonalbanken seit längerem mit Cashgate und GE mit der Money Bank seit ungefähr 2 Jahren.
Nicht zu vergessen, die Gratis-Kreditkarten von Coop und Migros. Das sind ja eigentlich auch verkappte Kleinkreditgeschäfte. Die Partnerbanken sähen es noch ganz gerne, wenn wir die Rechnungen in Raten zurückzahlen würde. Zu partnerschaftlichen 9,9 % verzinst.
Aber kommen wir zur Werbung: GE Money Bank hat sich seit der Lancierung mit verschiedenen Auftritten versucht. Jetzt wurde ein Weg über Testimonials eingeschlagen. Ob man das mag oder nicht: Es schafft Nähe und Vertrauen.
Die in kühlen Farben gehaltene Bildwelt hat eine wiedererkennbare Identität und wirkt seriös.
Nur das Logo kommt noch zuwenig rüber/raus. Vielleicht sollte eine andere oder etwas fettere Titelschrift genommen und das Ganze etwas vom Logo abgesetzt werden.
Sprachlich ist das gemäss dem Texter-Blog nicht ganz in Ordnung. Ich find's insgesamt gelungen.



Kommentare
Interessant, wie die gleiche Kampagne je nach Medium ganz unterschiedlich wirken kann. Du hast hier – so scheint mir – das Plakat angeschaut. Bei mir im Texter-Blog (Link siehe oben) ist es die Anzeige aus «20 Minuten«.
Unter der Headline «Fürs Gespräch nehmen sie sich Zeit. Der Rest geht schnell.» steht in der Anzeige eine zusätzliche Zeile: «Kredite für jede Lebenssituation, flexibel und unkompliziert».
Durch diese Zeile – hier spricht ganz offensichtlich die Marketingabteilung der Bank – entsteht ein Bruch: Die Headline (Zitat) und die Person, die das sagen soll, werden nicht mehr miteinander in Verbindung gebracht.
So ist es zumindest mir ergangen. Ich habe gar nicht gemerkt, dass das ein Testimonial sein soll.
Selbst beim Plakat finde ich die Zuordnung schwierig. Da die Headline in gleicher Typo, Grösse, Farbe und nur mit geringem Abstand zum Firmenname gesetzt wurde, kann man die beiden fälschlicherweise zusammenbringen. Die gute Frau steht zu weit weg. Und dann zwängt sich noch dieser blaue Klecks dazwischen.
Und wenn man meint, dass die Bank den ganzen Text sagt, dann stimmt es eben sprachlich nicht mehr. Wenn man die Headline hingegen in deinem Sinne so versteht, dass die Frau auf dem Bild das sagt, so ist sie korrekt.
Fazit: Im Gegensatz zu dir finde ich diese Kampagne nicht sehr gelungen. Sie ist zwar grafisch hübsch. Aber ich nehme es der GE Money Bank nicht ab, dass das eine reelle Kundin sein soll. Weil ich die Aussage in der Headline nicht mit ihr in Verbindung bringe.