29. Januar 2008
Warum wird die Qualität der Werbung nicht kritisiert?

Quelle: Werbeblogger.de
Redaktionen kritisieren Politiker, Behörden, Sportler, Gewerkschafter, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler. Aber: Niemand wagt sich an die Werbung.
Ich meine hiermit nicht die Diskussion um Werbeverbote, sondern eine Auseinandersetzung mit der Qualität.
Dass das so ist, hat natürlich seinen Grund. All die Medien die wir konsumieren, ob kostenlos, mit Werbung subventionierten Abos oder durch staatliche Gebühren, leben mehr oder weniger von den Reklamegeldern.
Und darum ist es für sie auch ein absolutes Tabu, die Qualität der Werbung ihrer Auftraggeber zu tadeln.
So wird halt jeder Schrott gesendet, rausgehängt und abgedruckt, Hauptsache es fliesst Geld in die Kasse. Egal obs dem Volk auf den Sack geht oder nicht.
Der Letzte der es sich leisten konnte, nur der Redaktion genehme, ästhetische Inserate zu schalten, war Tyler Brulé als er mit Wallpaper im Aufschwung war.
Werbung kritisch auseinandernehmen? Das kann anscheinend nur ein nicht-kommerzieller Blog. So wie in Deutschland Werbeblogger.de. Oder in der Schweiz der Paul. Aber nur noch bis übermorgen.
Vielleicht übernimmst ja Du jetzt? Falls jemand einen kritischen oder auch humorvollen Blog über Werbung startet oder bereits am laufen hat und noch etwas Traffic brauchen könnte, bitte einfach den URL hier als Kommentar eingeben oder an meine E-Mail-Adresse schicken: paulreinzeichner@gmail.com.



Kommentare
Die Qualität, in der dann beurteilten Werbung, stützt sich in diesem Fall auf ethische Wahrnehmung, Humor, Themenrelevanz, Aktualität bzw. Zeitbezogenheit.
Die tätsächliche Qualität der Werbung bzw. einer Werbemaßnahme ist immer somit aus der Sicht des Auftraggebers, an der Erreichung des anvisierten Werbeziels und somit monetär zu beurteilen.
Herzliche Grüße aus Hamburg!
Andreas Herrmann
Werbekracher.com