11. Januar 2007
Gesundheitsförderung Schweiz: Ist Übergewicht bald ein Vergehen?

Ich mag sie nicht, diese Präventionskampagnen. Bern hat zwar viel Werbegeld auszugeben und lässt auch Kreativität zu.
Aber: Die vordergründig gut gemeinte Aufklärung schürt auch ein Unbehagen im Volk, welches mit einer späteren, moralisch aufgeladenen Kampagne in eine (Zu-)Stimmung für ein Gesetz weiterentwickelt werde kann, das uns dann irgend ein neues Verbot beschert.
Bestrebungen sind schon vorhanden. Heute titelt Facts: "Der Staat will zum Abspecken zwingen, Politiker fordern Kalorien-Verbote, Krankenkassen sollen Gewichtszuschläge erheben: Nach den Rauchern kommen die Fetten dran."
Nichtsdestotrotz ist diese Kampagne nicht schlecht gelungen. Die bildliche Umsetzung spricht für sich.
Dennoch wird die Gestaltung dem extrabreiten Aushang nicht gerecht. Hängt das Plakat an einer Strasse, kommt ausser dem Bild nichts mehr rüber. Das Logo ist hier zweitrangig aber der URL müsste grösser und fetter sein.



Kommentare
die kampagne schiesst am ziel vorbei. seit wann braucht es wenig um abzunehmen? das ist eine arrogante aussage. wenn dies so einfach wäre, gäbe es das problem übergewicht nicht. sprachlich ist es auch nicht gerade ein highlight. seit wann kann die SCHWEIZ dicker werden? wenn schon sind es die einwohner/innen. ich glaube nicht daran, dass mit einer solchen kampagne nachhaltig sensibilisiert wird. schaut mir alles zu sehr nach selbstzweck aus und surft hart an der grenze zur diskriminierung von übergewichtigen.
offenbar will die gesundheitsförderung schweiz 35 millionen (!!!) in diese kampagne investieren - wahrscheinlich wisssen sie nicht, wie sie sonst nachhaltig öffentliche gelder ausgeben können?
http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=65312